Der Stelenrundweg

Stele KERAMIK BAHNHOF GRENZAU / Ester Kröber

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„Brandneu und absolut sehenswert ist das Stelenprojekt im Stadtteil Grenzhausen. Die jahrhundertelange Tradition keramischen Handwerkes, die der Region ihren Namen verliehen hat, ist hierbei erlebbar. Jeweils 2,25 Meter sind die insgesamt 28 Holzstelen des Projektes hoch.

Der Rundweg startet am Keramikmuseum Westerwald (Lindenstr. 13) und ist etwas mehr als zwei Kilometer lang. Eine Sichtverbindung besteht auf dem Weg fast immer zwischen mindestens zwei Stelen die zwar alle gleich hoch sind, jedoch unterschiedlich wirken. Die Arbeiten der Keramikwerkstätten sind abwechslungsreich, ein bestimmtes Thema wurde nicht vorgegeben. Kreativität war gefragt. In der Interpretation waren die Keramikerinnen und Keramiker ganz frei. Egal ob groß oder klein – es wurde nichts vorgegeben; nur auf den quadratischen Stamm musste es passen. So sind die (Kunst)- Werke extrem verschieden. Hoch und niedrig, von klassischen Kannen bis zu Extravagantem. Auf wen das Werk zurückgeht, lässt sich von einer Hinweisplakette ablesen.“ Text Flyer Stadt

Meine Fragen an mich waren:

Ist die Stele ein Sockel, und gehört dann zur Keramik?

Wenn die Stele und der Umgebungsraum Gegebenheiten sind, dann soll sich die Keramik mal schön in Größe, Form und Wichtigkeit zur Richtigkeit entpuppen..?…sonst denken die Leute…

Die Keramik soll die Raumplastik Holzstele „bespielen“ ?

Gegebenheiten sind Gelegenheiten….

Spiel mal wieder…

Der Lamellenvorhang…ihm folge ich zurück in die Kindheit, wo man mit geschlossenen Augen die Hände – mit oder ohne Stock – an einem Zaun entlang klappern oder schweifen ließ. Hände in Schenkelhöhe umrunden die Stele und als blindengerechte Skulptur erfühlen wir die Streifen der Spaltplatten…und unsere Salzglasurtradition mit vorhandenem Material…

Aus einem keramischen Bild sind noch Spaltplatten vorhanden. Klassisch in Westerwälder Red – und Knibis Dekor. (red tnu knibis) Der Titel spielt mit der kindlichen Lust an Wortverdrehungen…

Diese Stele steht an einem belebten Verkehrsknotenpunkt, hier kreuzen Straßen, und ein breiter Bürgersteig bietet Raum zur Begegnung /Spiel. Die Stele wird von einem Baum und einer Straßenlaterne „eingefasst“, im Hintergrund der Lamellenvorhang eines Elektrogeschäftes.